Orangen-Tiramisu

Die Weihnachtstage sind nicht nur besinnlich, familiär, wärmend und erholsam, auch Essen und Trinken stehen im Mittelpunkt. Da wird aufgefahren, was der Lebensmittelhandel und die Küche hergeben und nach den Feiertagen sind alle froh, wenn der Magen sich ein paar Tage erholen kann. So weit sind wir aber noch nicht. Und mal ehrlich, ein Dessert geht immer, oder? Mir war mal wieder nach einem Orangen-Tiramisu, allerdings wollte ich es anders gestalten als beim letzen Mal. Auch weil diesmal keine Kinder dabei waren. Herausgekommen ist das:

ZUTATEN / WERKZEUG / DAUER

  • 500 g Cantuccini
  • 30 cl kalter Espresso
  • 10 cl Whisky
  • 8 mittelgroße Orangen
  • 500 g Mascarpone
  • 250 g Speisequark 40%
  • 3 EL Vanillezucker
  • Kakao zum Bestäuben
  • ein Filetiermesser oder langes Messer
  • eine flache Schale, Auflaufform oder ähnliches
  • eine kleine Schüssel für die Orangenfilets
  • eine Rührschüssel zum Mixen
  • einen Mixer
  • einen Esslöffel
  • Frischhaltefolie
  • Zubereitung ungefähr 30 Minuten
  • Ruhezeit mindestens 60 Minuten

ZUBEREITUNG

Als erstes sind die Orangen dran. Natürlich kann man die einfach schälen und in Stücke teilen. Filetiert lassen sie sich aber besser genießen, finde ich. Daher halte ich diese zusätzliche Arbeit für angemessen. Es ist auch nicht wirklich schwer. Einfach die Orangen mit einem Filetiermesser oder einem langen Messer oben und unten gerade abschneiden. Auf die gerade Fläche stellen und mit einem Messer die Schale rundherum wegschneiden. Der Vorteil: Die weiße innere Schale ist schon einmal komplett weg. Die geschälte Orange nun in die Hand nehmen und an einer beliebigen Stelle rechts von dem Häutchen, das zwei Stücke von einander trennt, bis zur Mitte der Frucht einschneiden. Dann mit dem Messer das Orangenfilet vorsichtig nach außen schieben. Dabei löst es sich auf der anderen Seite von der zweiten Haut. Nun die gerade freigelegte Haut auf der anderen Seite einschneiden, um sie vom zweiten Filet zu lösen. So lassen sich nach alle Stücke filetieren. Die in einer kleinen Schüssel gesammelten Filets für einen Moment zur Seite stellen.

Jetzt die Schale oder Auflaufform schön dicht an dicht mit den Cantuccini auslegen, bis der ganze Boden bedeckt ist. Es lassen sich natürlich auch die für ein Tiramisu klassischen Löffelbisquit verwenden. Mir persönlich gefallen Geschmack und die knackigen Nüsse der Cantuccini besser. Probier es einfach mal aus! Anschließend zunächst den Espresso, danach den Whisky darüber gießen. Das muss nicht besonders sorgfältig passieren, denn es verteilt sich eh erst einmal am Boden der Schale. Die trockenen Cantuccini saugen die Flüssigkeit aber sehr schnell auf und bald ist sie komplett verschwunden.  Als Whisky kam bei mir ein fassstarker Tamdhu des unabhängigen Abfüllers van Wees aus der Reihe The Ultimate zum Einsatz, den ich wegen seiner enorm fruchtigen Noten sehr schätze und als passend zu den Orangen ausgewählt habe. Natürlich kann je nach Geschmack aber auch jeder andere Whisky verwendet werden. Wer befürchtet, das Ergebnis könne zu stark werden, kann zum Beispiel auch einen Glenfiddich 12yo nehmen, der mit seinen Obstaromen auch sehr gut zum Dessert passt.

Nun können die Kekse ebenso dicht mit den Orangenfilets belegt werden. Deren Saft, der während der Ruhezeit ausgetreten ist, wird einfach darüber gegossen.

Im nächsten Schritt werden Mascarpone, Quark und Vanillezucker in eine Rührschüssel gegeben und mit dem Mixer durchgerührt. Wem die Masse zu fest wird, der kann ein wenig Milch oder Sahne hinzugeben, um die Konsistenz etwas cremiger zu gestalten. Mit einem Esslöffel wird die Masse anschließend auf den Orangen verteilt und glatt gestrichen.

Mit Frischhaltefolie abgedeckt darf die Schale nun für mindestens eine Stunde im Kühlschrank ruhen. Kurz vor dem Servieren noch mit Kakao bestreuen und dann: Guten Appetit!

Übrigens: Sollen auch Kinder am Dessert naschen dürfen, bereitet man eine zweite Portion zu, in der man Kaffee und Whisky durch Orangensaft ersetzt.

Deine Meinung dazu? Gerne hier!